Schadstoffarme Busse leisten einen wichtigen Beitrag nicht nur im Klima- und Umweltschutz, sondern auch für die urbane Lebensqualität in Metropolen. Da Busse im Linienverkehr vielerorts das Stadtbild prägen, erlangt der dortige Technologieeinsatz zur Reduktion lokaler Emissionen (Luftschadstoffe) und zur Lärmminderung eine starke öffentliche Wahrnehmung und Sichtbarkeit. Zugleich bedeutet der Umstieg eine große Aufgabe.

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66% oder auch zwei Drittel weniger CO2 pro Personenkilometer als Pkw

Seit 2020 sind Hamburgs Busbetreiber politisch zur Beschaffung sauberer Busse verpflichtet

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Über 10 % der 1.771 Hamburger Busse fahren schon elektrisch

  • Der Wechsel zu sauberen Busantrieben ist seit 2021 gesetzlich vorgeschrieben. Maßgeblich ist hier die europäische Clean Vehicles Directive mit ihrer nationalen gesetzlichen Umsetzung
  • Die meisten Städte setzen bei der Umstellung auf elektrische Antriebe, die ihren Strom aus Batterien oder Brennstoffzellen beziehen

Busflotten haben eine hohe Fahrleistung und stoßen entsprechend viel CO2 aus. Daher kommt der schrittweisen Umstellung von Busflotten auf emissionsfreie Antriebstechnologien eine hohe Bedeutung zu. Für die Verkehrsunternehmen bedeutet der Umstieg auf alternative Antriebe einen Kraftakt, der mit verschiedenen Maßnahmen unterstützt werden kann.

hySOLUTIONS unterstützt den Umstieg

Innerhalb der Initiative E-Bus des VDV und in dem von hySOLUTIONS betreuten Deutschen Brennstoffzellenbus-Cluster tauschen sich Verkehrsunternehmen aus, um einander beim Umstieg zu unterstützen. Der Austausch von Erfahrungen und Wissen über diese Plattformen ist eine wichtige und erfolgreiche Maßnahme, um die Umstellung der Busflotten zu beschleunigen. hySOLUTIONS arbeitet zu diesem Zweck auch aktiv in der Begleitforschung Bus des Bundesministeriums für Digitalisierung und Verkehr mit, in welcher der Fortschritt des Umstiegs und der Technologien beständig analysiert wird. 

Eingeschränktes Fahrzeugangebot erfordert Erwartungsmanagement

Die Batteriekapazität heutiger Busse genügt noch nicht, um Busse, die lange Tagesumläufe fahren, mit ausreichend Energie zu versorgen. Mit dem Wechsel von Lithium-Ionen-Technologie auf Festkörperbatterien  (solid state) können zwar weitere Optimierungen erreicht werden, dennoch wird rund ein Drittel des Streckenangebots auch weiterhin mit reinen Batteriefahrzeugen nicht zu bewältigen sein. Bei Brennstoffzellenbussen wiederum gibt es weiterhin keine serienreifen Fahrzeuge in der Größe von Gelenkbussen. Die Verkehrsunternehmen müssen bei ihrer Beschaffungsplanung derzeit noch mit diesen Beschränkungen umgehen. Die Bushersteller wiederum sehen sich sowohl in Hinblick auf Batteriebusse wie auch bei Brennstoffzellenbussen einem ganz erheblichen Nachfragedruck ausgesetzt. Ein kluges Erwartungsmanagement erscheint daher unerlässlich.

Finanzielle Förderung ist für einen wirtschaftlichen Umstieg derzeit noch notwendig, wofür die Busförderrichtlinie des BMDV auf Bundesebene, aber auch die Infrastrukturförderung AFIF der Europäischen Kommission infrage kommt. 

Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr

Die Förderrichtlinie des BMDV fördert die Mehrkosten eines Busses mit alternativem Antrieb gegenüber einem konventionellen Dieselbus. Für Busse mit elektrischem Antrieb werden Zuschüsse in Höhe von bis zu 80 % der Investitionsmehrkosten gewährt. Die Förderrichtlinie läuft bis 2025.

AFIF-Programm

Das europäische AFIF-Programm fördert Lade- und Wasserstoff-Tankinfrastruktur entlang definierter Korridore und an definierten Verkehrsknotenpunkten. Das Programm richtet sich bevorzugt an Verbünde, fördert die Investitionskosten mit 30 % und erlaubt bis 2023 Einreichungen zu periodischen Stichtagen im Abstand von fünf Monaten. 

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