Vergabeverfahren LIS Konzessionsverfahren öffentliche Ladeinfrastruktur
Projektzeitraum: 01/2024–06/2035
In einem europaweiten Vergabeverfahren hat die Stadt Hamburg mit Unterstützung von hySOLUTIONS den Ausbau und Betrieb der Ladeinfrastruktur für die nächsten 10 Jahre geregelt. Dabei wird das im öffentlichen Raum bestehende Ladeinfrastrukturangebot innerhalb von 2,5 Jahren verdreifacht.
Die Elektrifizierung des Verkehrs setzt eine flächendeckende und bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur voraus. Neben privaten Akteurinnen und Akteuren sowie Flächeninhabenden nehmen Städte wie Hamburg eine zentrale Rolle ein. Durch die Hoheit über den öffentlichen Straßenraum können Städte wichtige Rahmenbedingungen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur setzen und das „Wie“, „Wo“, „Durch wen“ und „Wie schnell“ des Ausbaus regeln.
Während in Hamburg bis Ende des Jahres 2023 das Sondernutzungsmodell galt, bei welchem Ladestationsbetreibende im Rahmen eines Windhundverfahrens anhand von Sondernutzungsanträgen mit geltenden Nebenbestimmungen und ohne Obergrenze Standorte beantragen konnten, wurde es im Folgenden auf ein Konzessionsmodell umgestellt. Hierfür wurde durch hySOLUTIONS zunächst der Bedarf an Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum ermittelt, welcher sodann über Suchräume über die Stadt verteilt wurde. Zur Vorbereitung eines geordneten Verfahrens trat für das Jahr 2024 ein Übergangslos in Kraft, in welchem – weiterhin im Windhundverfahren aber in festen Oberkontingenten sowie in Suchräumen – Ladestationsbetreibende Anträge stellen konnten.
Seit Anfang 2025 gilt ein Konzessionsmodell, in welchem sechs Betreibende die Ladeinfrastruktur in Hamburg ausbauen und betreiben. Ca. 4.000 Ladepunkte werden dabei in der 30 Monate dauernden Ausbauphase bis Mitte 2027 betrieben. Die Konzession Inhabenden dürfen diese dann bis Mitte 2035 exklusiv im öffentlichen Raum betreiben. Hierbei werden ganz überwiegend AC-Ladepunkte als Doppelstandorte (mindestens 4 Ladepunkte) über das Stadtgebiet errichtet werden. Die Konzessionsverträge legen die Ausbaugeschwindigkeit, Anforderungen an technische Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur, Zulieferung von Nutzungsdaten zu einer städtischen Datendrehscheibe sowie den Verbau von Parkraumsensorik fest.
Gemeinsam mit der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation (BWAI) und einer Person mit Expertise im Vergaberecht erarbeitete hySOLUTIONS die Ausschreibungsunterlagen für die europaweite Ausschreibung des Ausbaus und Betriebs der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hamburg. Dem voraus ging die Erarbeitung der inhaltlichen Rahmenparameter für die Ausschreibung. Dabei war hySOLUTIONS wichtiger Impulsgeber und hat in Abstimmung mit der BWI wesentliche Inhalte der strategischen Konzepte verfasst.
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Patrick Wichern
Senior Project Manager E-Mobilität