E-Mobilität – Batterie und Brennstoffzelle
Laden im öffentlichen Raum

Hamburg verfügt über eines der größten Ladenetze im öffentlichen Raum, welches durch die Stadt kontinuierlich ausgebaut wird. Dabei ist der Ausbau stets nutzerzentriert geplant, sowohl in Bezug auf Ladekomfort und Abrechnung als auch auf Ladeorte – stets dem Bedarf vorauslaufend und unter Einbezug künftiger Entwicklungen.

1.200 Ladepunkte sind zu Beginn 2022 im öffentlichen Raum in Hamburg durch Stromnetz Hamburg in Betrieb

Mehr als 1. Mio. Ladevorgänge werden während des Jahres 2022 an der öffentlichen Ladeinfrastruktur stattfinden

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In sieben Minuten lädt man an Hamburgs schnellster Ladestation 100 km Reichweite nach

  • Der Ausbau geht weiter: Noch in 2022 sollen 400 Ladepunkte hinzukommen
  • Zukünftig werden verstärkt auch Ultraschnelllader (HPC) aufgebaut – über 60 in 2022
  • Hamburg bezieht künftig auch stärker private Akteure in den Ausbau mit ein

Hamburg ist seit Jahren mit großem Einsatz dabei, der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Und das mit Erfolg: Mitte 2022 waren bereits mehr als 4% aller in Hamburg gemeldeten Pkw mit einem E-Antrieb ausgestattet. Damit weist Hamburg im Vergleich der Bundesländer den mit Abstand höchsten Wert auf.

Zentral für die Stadt ist dabei der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, welcher von der Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI) gemeinsam mit hySOLUTIONS koordiniert wird. Schon im Jahr 2014 wurde mit dem Beschluss des Masterplans Ladeinfrastruktur ein zukunftsfähiges Modell auf den Weg gebracht, um eine wachsende Abdeckung der Lademöglichkeiten und damit die Voraussetzungen für wachsende Flotten zu schaffen.

Hamburgs Anspruch, ein von den Nutzern gut angenommenes Ladeinfrastrukturangebot zu schaffen, mündete in der Definition von Qualitätsmerkmalen für die Umsetzung der öffentlichen Ladeinfrastruktur, welche fortan als „Hamburger Modell“ bekannt wurden. Im Wesentlichen zielt das Hamburger Modell darauf ab, die Ladeinfrastruktur diskriminierungsfrei allen zur Verfügung zu stellen. Diskriminierungsfreiheit ist dabei nicht nur auf Nutzer-, sondern auch auf Betreiberseite ein wichtiger Grundsatz, so bieten heute diverse Stromvertriebe ihre Produkte an den Hamburger Ladestationen an.

Zu Beginn des Jahres 2022 stehen den Nutzern im öffentlichen Raum mehr als 1.200 Ladepunkte zur Verfügung. Die Stadt wird diese Ladeinfrastruktur weiter ausbauen und hierbei die aktuellen Bedarfe berücksichtigen. So wird künftig vermehrt Ultraschnellladeinfrastruktur (HPC) aufgebaut, aber auch auf den weiteren bedarfsgerechten Ausbau von AC-Ladeinfrastruktur gesetzt. Der Ausbau erfolgt dabei bedarfsgerecht an den Orten, wo eine Nachfrage zu erwarten ist. Hierbei wird berücksichtigt, welche Nutzungsmuster in der Umgebung liegen und ob Stellplätze im privaten Bereich zur Verfügung stehen, wo Ladeinfrastruktur aufgebaut werden könnte.

Doch nicht nur die Stadt selbst baut weiter Ladeinfrastruktur aus, auch private Unternehmen stellen Ladestationen für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Geschieht dies im öffentlichen Straßenraum, so ist hierfür beim Bezirk ein Antrag zu stellen (unter der Beachtung der Nebenbestimmungen, s. Download-Bereich), sodass für diese öffentlichen Flächen eine Sondernutzungsgenehmigung erteilt werden kann. Im privaten Raum kann die Stadt ebenfalls unterstützend zur Seite stehen. Ziel ist es, dass die Nutzer sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum ein gut abgestimmtes Angebot an Ladepunkten zur Verfügung haben.

Zum Ausbau der Ladeinfrastruktur auf öffentlichen Flächen stellt die Stadt umfassende Haushaltsmittel zur Verfügung, damit der Ausbau durch die Stromnetz Hamburg erfolgen kann. Förderprogramme der Stadt Hamburg für diesen Bereich bestehen darüber hinaus nicht.

Förderung für öffentliche Ladeinfrastruktur wird vom Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr für verschiedene Anwendungsfälle ausgegeben. Informationen hierzu finden sich unter: Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur