Wasserstoff in der Industrie
Import von grünem Wasserstoff

Der Import von Wasserstoff stellt einen wichtigen Baustein des künftigen Energiesystems dar. Der Hamburger Hafen ist mit seinen vielfältigen Verkehrsanbindungen der ideale Ort, um importierten Wasserstoff weiterzuverteilen. Zur Realisierung ist der zügige Aufbau der Anlandungsanlagen notwendig.

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28 TWh heimische H2-Produktion im Jahr 2030 sind das Ziel der Bundesregierung

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Allein der potenzielle Bedarf im Verkehrs- und Stahlsektor beträgt das 30-fache

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Hamburg ist der drittgrößte Hafen Europas

  • Ein schneller Aufbau einer sicheren Importinfrastruktur zählt zu den wesentlichen Herausforderungen
  • Der Markt wird entscheiden, welche H2-Trägersubstanz sich durchsetzen wird
  • In Exportländern müssen Erzeugungskapazitäten aufgebaut werden

Der Koalitionsvertrag der Ampelkoalition sieht 28 TWh heimische Produktion im Jahr 2030 vor (der Ertrag aus 10 GW Elektrolyseuren). Demnach wird 1 % des deutschen Endenergieverbrauchs (gemessen an 2020) in Form von Wasserstoff aus inländischer Herstellung zur Verfügung stehen. Wenn man sich vor Augen hält, für welche Anwendungen Wasserstoff gewünscht wird (u. a. im Verkehrssektor potenziell bis zu 637 TWh, Stahlproduktion bis zu 100 TWh), wird klar, dass erstens Effizienzgewinne, zweitens alternative Technologien und drittens Wasserstoffimporte nötig sind. 

Standortvorteil Hamburg

Als größter Seehafen Deutschlands ist Hamburg hervorragend geeignet, um künftig als Drehscheibe für den Wasserstoffimport zu dienen. Die exzellente Anbindung ans Hinterland über Schiene, Straße und Binnengewässer sowie ans europäische Gastransportnetz erleichtert die Weiterverteilung des Wasserstoffs. 

Für den Import sind noch zahlreiche Voraussetzungen zu schaffen, darunter der Bau zusätzlicher Pipelines und Anlandungsterminals. Auch die Festlegung auf eine oder mehrere Transportoptionen via Schiff muss noch getroffen werden. Flüssiger Wasserstoff, Ammoniak, Methanol und Liquid Organic Hydrogen Carriers (LOHC) bieten hier jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile. 

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Der Bund fördert den Aufbau des Innovations- und Technologiezentrums (ITZ) Nord für Wasserstoff. Hier werden Entwicklungs- und Testkapazitäten aufgebaut, die insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung stehen werden. Ein wichtiger Bestandteil des ITZ Nord wird eine Multi-Fuel-Betankungsanlage sein, in der unter realen Bedingungen im Hamburger Hafen Betankungsvorgänge mit Wasserstoff und seinen verschiedenen Derivaten erprobt werden können.